der grosse tyrann

Kontakt: info@dergrossetyrann.com

UPCOMING

der grosse tyrann ist beim INKUBATOR des Fabriktheaters. Als eine von 7 ausgewählten Gruppen dürfen wir ein Kurzstück (5-12 Min) zeigen.
Auf der Suche nach unserer nächsten Ikone, die wir theatral dekonstruieren können, hat sich uns Britney Spears aufgedrängt.
Wir haben den Fall rund um den erfolgreichsten weiblichen Pop-Star unserer Jugend mit Interesse und Spannung verfolgt und er erinnerte uns sofort an die ganz grossen Dramen des Theaters…
Für “Piece of me – Wollt Ihr ein Stück von mir?” nehmen wir uns die Pop-Ikone vor. Ihre Geschichte war ein modernes Märchen, die Verkörperung des American Dream: vom einfachen Mädchen aus dem Süden zum Weltstar. Doch auf den kometenhaften Aufstieg folgte ein tiefer Fall, der in ihrer Entmündigung gipfelte.

PIECE OF ME – Wollt Ihr ein Stück von mir?

Von der grosse tyrann
Künstlerische Leitung Liliane Koch und Maude Hélène Vuilleumier
Musik Jonas Labhart
Performance Liliane Koch, Jonas Labhart, Maude Hélène Vuilleumier

Aufführungen: 14.1.2021 und 15.1.2021 um 19:30 Uhr
Ort: Fabriktheater, Seestrasse 395, 8038 Zürich

https://rotefabrik.ch/#/events/17455

 „I held a snake at the @VMAs one time but decided to go ahead 20 years later and become the motherf***ing snake myself !!!!
„And since TRICKS ARE FOR KIDS you tricky little s**ts … who knows what color snake I will be tomorrow.“
!!!!??? STAY SAFE folks and watch out for the 🐍!!!!!“
Britney Spears’ Insta-Post 8.6.2021

NEWS

I’ll tell ‚em what I like, what I want, and what I don’t
But every time I do, I stand corrected
I realize I’m overprotected
B. Spears (2001)

Gute Nachrichten: der grosse tyrann recherchiert! Wir wurden von der Stadt Zürich Kultur gefördert für unser Recherchevorhaben „Overprotected – Psychiatrie und Patriarchat“.

Hier sind Wanda Wylowa, Maude Hélène Vuilleumier und Liliane Koch vor dem Psychiatriemuseum in Bern.

Vorhaben
In der Recherche “Overprotected ” untersucht der grosse tyrann das komplexe Verhältnis zwischen Psychiatrie und Patriarchat. „Frau“ und „Wahnsinn“ sind kulturgeschichtlich miteinander verknüpft. Die Trope der “madwoman” ist insbesondere in der Literatur des 19. Jh. eine wichtige Figur. Im Standardwerk der feministischen Rezeption “The madwoman in the attic” von Sandra Gilbert und Susan Gubar heisst es, die Figur der “Rasenden” sei die Inkarnation der Wut und des Ausbruchs aus dem bürgerlichen System, aus dem männlich geprägten Text. Dem weiblichen “Wahnsinn” wird oft etwas Widerständiges gegenüber der patriarchal eingerichteten Gesellschaft zugeschrieben. Die “Wahnsinnige” rebelliert gegen soziale Normen und Werte, schert sich nicht mehr um gendertypische Erwartungen. Das feministische Theaterkollektiv will die Trope der „madwoman“ dekonstruieren, ihr szenisches Potenzial erforschen. Dabei suchen die Künstlerinnen nach einer Umsetzung, die nicht exotisierend, stigmatisierend, sondern kraftvoll und empathisch ist.

Gemälde von Tony Robert-Fleury, 1876
Der französische Psychiater Philippe Pinel befreit psychisch Kranke von ihren Ketten in Paris 1795

Hier unsere beiden Trailer der vorangegangenen Stücke:

Trailer Temple of Chaos
Trailer AVE MARIA